Abwehrkräfte mit Ostseeluft und Sauna stärken mit einigen Tagen frischer Luft und regelmäßigem Saunieren
Wer sich entspannen und gleichzeitig sein Immunsystem stärken möchte, der kommt an der Ostsee in den Wintermonaten auf seine Kosten: Nach einem Spaziergang am Strand oder im Gespensterwald nach Hause kommen – und in der Sauna erst einmal richtig aufheizen. Aber: Lassen Sie es ruhig angehen mit dem Abhärten, nicht zu lang oder zu heiß beginnen.
Anregende und stressmildernde Effekte auf Körper und Geist werden Sie schon nach wenigen Saunagängen spüren. Und mit einigen Tagen frischer Luft und regelmäßigem Saunieren ist der Einstieg gemacht, um gesund über den Winter zu kommen.
Pluspunkte für die Gesundheit
- Ausschwitzen von Giftstoffen
- Verbesserung des Immunsystems und des Stoffwechsels
- Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
- Senkung des Blutdrucks
- Gesundung der Haut und Verbesserung des Hautbildes
- Bessere Schlafqualität
Tipps zum Saunieren
Das klassische Saunieren besteht aus vier Phasen, die sich mehrfach wiederholen lassen: Duschen, Hitze, Abkühlung und Ruhe.
Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu achten und ihn nicht zu überfordern. Generell gilt: besser kurz und heiß als lauwarm und lang saunieren. Und nicht gleich mit ‚Eisduschen‘ beginnen, sondern langsam und nach Bedarf abkühlen. Empfehlenswert ist es, sich etwa zwei Minuten vor dem Verlassen der Sauna aufzurichten, um Schwindel oder Kreislaufprobleme zu vermeiden. Fünf bis 15 Minuten Aufenthalt sind, je nach Gewohnheit, Training oder aktueller Konstitution, eine gute Zeitspanne. Wer sich unwohl fühlt, sollte den Raum aber jederzeit verlassen, auch während eines Aufgusses. In der mindestens ca. zwanzigminütigen Ruhephase am besten viel trinken, sich warmhalten und entspannen.
Bei Erkältung sollte man die Sauna meiden, da der Körper sonst weiter geschwächt wird. Und möglichst nicht nüchtern oder direkt nach einem schweren Essen in die Sauna gehen.
Vor allem aber: Einfach entspannen und genießen!
Schlecht Geschlafen? – der „Erste-Nacht-Effekt“
Die erste Nacht in einer fremden Umgebung kann alles andere als erholsam sein. Was dahinter steckt, beantwortet die moderne Schlafforschung.
Die Matratze erscheint zu hart, zu weich oder wackelig, jedes Geräusch stört, einschlafen fällt schwer und immer wieder ist man wach. Dieses Phänomen wird in der neueren Forschung als „First Night Effekt“ bezeichnet (Studie in: „Current Biology“/2016).
Die linke Gehirnhälfte ist ein „Wächter“
Gemäß Schlafforschung arbeiten beide Gehirnhälften in ungekannter Umgebung unterschiedlich. Während die rechte Seite schläft, bleibt ein „neuronales Netzwerk“ der linken Seite aktiv und hält den Schläfer in einem halbwachen Zustand. Diese innere Unruhe führt dazu, dass man schneller erwacht.
Dieses Verhalten erklärt sich aus der menschlichen Evolution. Die Frühmenschen waren durch den leichten Schlaf sehr reaktionsschnell und hellwach, wenn sie etwa in einer fremden Höhle vom „rechtmäßigen“ Bewohner oder von angreifenden Tieren überrascht wurden. Der schlechte Schlaf an fremdem Ort ist insofern eine Art Überlebensinstinkt.
Ostseeklima und Entspannung helfen schnell
Doch keine Sorge, das Schlafproblem entsteht meist nur in den ersten ein bis zwei Nächten. Danach setzt die Gewöhnung wieder ein und mit ihr der ruhige Schlaf. Das gesunde Reizklima der Ostsee führt außerdem dazu, dass man mit der Zeit oft besonders tief und erholsam schläft.
Hier einige Tipps, wie sich die linke „Gehirnhälfte“, den Wachhalter in der Nacht, überlisten lässt:
- Zubettgeh-Rituale beibehalten (Lesen, Teetrinken o.ä.)
- Sich entspannen durch autogenes Training oder ein Heizkissen im Nacken
- Ein eigenes Kopfkissen mitnehmen
- Tagsüber saunieren
Oder einfach einen langen Spaziergang am Meer unternehmen.
Übrigens: Wer öfters reist, reagiert umso entspannter auf einen Ortswechsel. Auch insofern lohnt es also, immer wieder einmal einen Kurzurlaub einzulegen.
Frühjahrssonne an der Ostsee genießen, aber mit gutem Sonnenschutz!
Mit etwas Glück können Sie bei schönem Wetter im April – im Strandkorb zurückgelehnt – schon ein volles Sonnenbad genießen. Doch Achtung: Auch die Frühjahrssonne hat schon große Kraft.
UV-Strahlung prüfen: Ist es notwendig, sich heute einzucremen?
Die Intensität der Strahlung kann sehr unterschiedlich sein und lässt sich über Wetter-Apps mit UV-Index ermitteln. Ab einem Wert von 3 auf einer Skala von 1 bis 11 rät etwa das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dazu, die Augen und die Haut zu schützen. Das kann bereits ab März der Fall sein. Wenngleich es unterschiedlich empfindliche Hauttypen gibt, ist ein Hautschutz immer gut. Wer sich länger in der prallen Sonne aufhält, kann sich auf einen Schutzfaktor zwischen 15 und 30 gut verlassen, im Gesicht ab 30 bis 50. Manche Tagescremes integrieren oft schon einen hohen Lichtschutzfaktor.
In der Frühjahrssonne wieder Vitamin D „tanken“ – auch nicht zu viel cremen!
Wenngleich zu viel UV-Strahlung schädlich für die Haut ist, braucht der Mensch doch das Sonnenlicht, vor allem um Vitamin D herzustellen. Das Vitamin D unterstützt den Körper bei der Aufnahme von Kalzium und fördert ein gesundes Immunsystem, indem es Bakterien und Viren abwehrt. Menschen, die in der dunklen Winterzeit zu wenig Vitamin D bekommen, fühlen sich oft abgeschlagen, bekommen Knochen- und Muskelschmerzen oder leiden unter depressiven Verstimmungen. Um dies zu verhindern, wird Vitamin D auch als Nahrungsergänzungsmittel verschrieben. Aber es geht auch anders: Einfach Vitamin D natürlich über die Sonne bilden.
Insofern kann zu viel Eincremen auch kontraproduktiv sein. Ein geringerer Lichtschutzfaktor unter 20, je nach Hauttyp und Jahreszeit, erleichtert es, Sonnenlicht aufzunehmen. Im empfindlicheren Gesicht sollte man allerdings weiter bei Faktor 30 bis 50 bleiben. Und am besten immer mal nachcremen. Gerade bei frischem Wind merkt man oft nicht, dass die Haut schon „angegriffen“ ist. Aber ein bisschen Eigenschutz „kann“ die Haut auch, dieser liegt bei den meisten zwischen 20 und 30 Sonnenminuten.
Jetzt noch die Creme vom letzten Jahr verwenden?
Wenn Sie noch Sonnencreme vom letzten Sommer haben, können Sie diese für Ihren Osterurlaub problemlos verwenden. Auch ältere Cremes sind meist noch gut. Laut Dermatologen sollte man eine Creme allerdings wegschmeißen, wenn sie seltsam riecht oder wenn sich Wasser und Fettschicht getrennt haben. Die Haltbarkeit ist in der Regel auf der Verpackung angegeben. Steht dort zum Beispiel „18M“, ist die Creme nach dem Öffnen ca. 18 Monate haltbar.
Vor allem aber gilt: Genießen Sie jetzt die ersten warmen Sonnenstrahlen – und tanken Sie wieder voll auf!
Sonnenbrille ist nicht gleich Sonnenbrille
Gleißende Wellen, klare Sicht und viel Helligkeit: Die Sommersonne am blauen Himmel sorgt für beste Entspannung und fröhliche Stimmung am Strand. Gerade wenn man sich viel am Meer aufhält, liest oder Sport treibt oder auch eines der vielen Sommerfeste in den Küstenstädten besucht, sind die Augen im Sommer oft einer sehr hohen Lichteinstrahlung ausgesetzt. Es lohnt sich daher immer, eine Sonnenbrille dabei zu haben.
Wie die Haut brauchen auch die Augen einen wirksamen Lichtschutz. So ist die Blendung durch das Sonnenlicht nicht einfach nur störend. Das ultraviolette Licht kann beispielsweise auch zu gesundheitlichen Problemen wie entzündeten Augen oder im Extremfall sogar zu einem „Sonnenbrand“ der Augen (Photokeratitis/Schneeblindheit) führen. Doch selbst wenn die Horn- oder Bindehaut durch die Sonneneinstrahlung nicht akut beeinträchtigt ist, kann ihre Wirkung langfristig die Linse eintrüben (z. B. Grauer Star).
Insofern ist es sinnvoll, in der hellen Jahreszeit eine wirklich gute Sonnenbrille parat zu haben und beim Kauf auf ein paar Dinge zu achten:
Was Sie über Sonnenbrillen wissen sollten
- UV400-Schutz sollte eine gute Sonnenbrille haben (100 % UV-Schutz). Wer besonders empfindlich ist oder bereits unter grauem Star leidet, kann eine Brille mit UV480 nutzen.
- CE-Zeichen sind beim Sonnenschutz keine Garantie für hohe EU-Sicherheitsstandards. Da keine unabhängige Zertifizierung für die Einhaltung der EU-Norm erforderlich ist, kann die Bezeichnung auch ungeprüft sein. Hinzu kommt, dass CE-gekennzeichnete Produkte nur einen UV-Schutz für Licht einer Wellenlänge von bis zu 380 Nanometern haben müssen. Auch der hohe Preis einer Sonnenbrille ist nicht immer Ausweis ihrer Qualität.
- Tönung ist Blendschutz, aber kein UV-Schutz, das heißt, eine dunkle Tönung der Brille sagt nichts über ihre Schutzfunktion gegen UV-Strahlung aus, sondern über den Schutz vor Blendung. Die Blendschutzfilterkategorien 0 bis 4 sollten angegeben sein und können passend zum Bedarf ausgewählt werden – je nachdem, was Sie vorhaben: Am Ostseestrand etwa ist die Kategorie 3 eine gute Wahl, beim Wassersport sollten Sie die dunklen Gläser der Kategorie 4 nehmen, mit denen man allerdings nicht Autofahren darf.
- Sonnenbrille nicht über längere Zeit in der prallen Sonne liegen lassen, da sonst das Material beschädigt und die Sicht durch die Gläser schlechter wird.
- Brillenfärbung nach Aktivität wählen: Meist sind die Brillengläser braun oder grau gefärbt und verändern die Umgebungsfarben kaum. Grüne, blaue, rote oder orange Färbungen können das Sehen und die Sehschärfe hingegen verschlechtern. Beim Sport im Freien etwa tragen sich besonders orangefarbene Gläser angenehm, weil hier der Grünkontrast sehr stark ausfällt. Allerdings verfälscht diese Einfärbung auch die Signalfarben etwa von Verkehrsampeln, weshalb solche Freizeitbrillen für das Autofahren nicht gut geeignet sind.
- Seriöse Anbieter von Sonnenbrillen erkennt man daran, dass sie in der Regel ihren Namen und die Adressen angeben. Darüber hinaus gilt eine Norm, der Brille ein Etui oder ein Merkblatt beizufügen, in dem auch vor Gefahren gewarnt wird, etwa davor, durch die Sonnenbrille nicht direkt in die Sonne zu schauen.
Tipps:
Qualität von Optiker prüfen lassen: Ein guter Augenschutz muss nicht teuer sein. Augenoptiker prüfen Ihre Sonnenbrille, auch wenn Sie diese bei einem Discounter oder im Ausland erworben haben, um zu klären, ob die Gläser tatsächlich einen angemessenen Schutz bieten.
Check beim Kauf
- UV-Schutz 400 (Etui und ggf. Merkblatt sollten vorhanden sein und mitgegeben werden.)
- Wozu soll die Brille genutzt werden? (Autofahren, Strand, Sport etc.)
- Scharniere der Brille sollten nicht wackeln.
- Gegenstände sollten beim Durchsehen nicht verzerrt erscheinen.
- Der Kunststoff darf bei leichtem Druck mit dem Finger nicht nachgeben
Quelle: Stiftung Warentest